Wozu es Arbeitsuniformen gibt ist mir im Dienstleistungssektor absolut schleierhaft. Wenn ich eine Post Filiale betrete, ist es mir doch egal, ob alle gleich aussehen oder jeder seine private Kleidung trägt. Ich mag Individualität, wieso also nicht private Kleidung?

Im Industriesektor, schaut die Geschichte ganz anders aus. Da ist man als Arbeitnehmer froh, dass nicht die eigene Kleidung schmutzig wird oder kaputt geht.

Die UBS geht einen neuen Weg. Ein sparsamer. Die Mitarbeiter an der „Front“ müssen / dürfen ihre Arbeitskleidung selber kaufen. Gute Sache – wenn es da nicht ein 44-seitiges Regelbuch gäbe.

Warum eine Frau nur Dessous in Hautfarbe tragen darf, ist mir absolut schleierhaft. Was geht es den Arbeitgeber an welche Unterwäsche ich trage? Am Nachmittag darf man kein neues Parfum auftragen – je nach Parfum ist man als Kunde froh darum! Auch sind dicke Portemonnaies in den Sakkos ein striktes Tabu – damit will man die UBS Mitarbeiter wahrscheinlich verhindern, dass UBS Mitarbeiter als Abzocker angesehen werden.

Doch der Kleidungsstiel ist nicht alles. Schliesslich ist der Arbeitgeber, ja nicht nur während der Arbeitszeit dein Chef, sondern auch in der Freizeit. Daher sollte man das verspeisen von Zwiebeln und Knoblauch unter der Woche grundsätzlich unterlassen. Und auch der Coiffeur muss Geld verdienen, daher sollte man diesen alle 4 Wochen aufsuchen. Und eine Feuchtigkeitscreme wird einem auch noch ans Herz gelegt.

Gut, das ich kein UBS Kunde bin. Gibt es überhaupt noch „Normalsterbliche“ die dort ein eigenes Konto haben? Meiner Meinung nach, ist dieser Eingriff in die Privatsphäre der Mitarbeiter ein absolutes No-Go!