Das alljährliche Bilanz Telekom-Rating ist erschienen. Die Zahlen wirken zufällig.

Bild: bilanz.ch
Bild: bilanz.ch

Die alljährliche Analyse der Schweizer Telekomanbieter durch die Zeitschrift Bilanz, stimmt mich doch etwas nachdenklich. Nicht, weil ich bei Sunrise arbeite, sondern mehr, weil objektive Tests und Kriterien eine gegengesetzte Sprache sprechen als das Telekomrating der Bilanz. Schauen wir uns die Rubrik „Mobile“ genauer an.
So liegt Sunrise beim Punkt „Qualität“ abgeschlagen auf dem letzten der drei Plätze. Sieger ist – nicht wie alle jetzt denken – die Swisscom, sondern Orange. Ausgerechnet die Orange, welche das am schlechtesten ausgebaute Mobilfunknetz der Schweiz hat.
Punkto innovation steht auch Orange an der Spitze. Aber welche Innovation? Orange hat erst jetzt mit „Orange me“ neue Preispläne lanciert.  Orange macht nicht Innovation, sondern eher Stagnation.
Beim Preis ist Orange auch vor Sunrise. Obwohl Experten wie Ralf Beyeler Sunrise beste Noten in der Preisdisziplin ausstellen. Wann hat Orange eigentlich das letzte Mal die Preise gesenkt?
Ebenso im Festnetzbereich sind die Ergebnisse undurchsichtig und fast willkürlich anmutend. Bei Punkt Innovation dümpelt Sunrise auf dem zweitletzen Platz vor der Cablecom. Wie war das mit ULL und ISDN via ULL? Oder dem EWZ züri.net wo Sunrise Tripleplay anbietet?
Ich gehe nicht weiter auf die einzelnen Punkte ein, aber das Bilanz Telekom Rating scheint in meinen Augen ein schlecht recherchiertes Scherz-Rating zu sein. Vielleicht ein verspäteter 1. April-Scherz? Oder doch ein Test ohne Fleisch am Knochen?
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