Kaum zu glauben, aber wahrscheinlich gehts der Billag so wie sie jetzt aufgestellt ist an den Kragen. Oder etwa doch nicht? Die Chancen stehe meiner Meinung nach schlecht. Wieso ich zu dieser Annahme komme, liest du im Abschnitt Politisches.

Bisher unbekannt. Gross Gedanken über diese Inkassofirma machte ich mir bisher noch nicht. Regelmässig und pünktlich bezahlen wir die Billagrechnung ein, weshalb wir noch nie Probleme mit der Gebührenstelle hatten. Obwohl man fast wöchentlich irgendwo irgendwelche Auswürfe gegen die Billag lesen kann, war das Thema für mich nach wie vor nicht aktuell.

Im näheren Umfeld. Nachdem ich vor ein paar Tagen mir Arbeitskollege S.B. gesprochen habe, änderte sich meine Empfindung gegenüber dem Namen Billag gewaltig. S.B. schilderte mir wie er von der Billag in die Mangel genommen wurde und zum Teil immer noch wird.

Eine Strafanzeige hat er von der Billag erhalten. Obwohl er keinerlei Empfangsgerät zu Hause besitzt.

Da fragt man sich schon wie die vom Bund beauftragte und von der Swisscom geführte Inkassostelle die jährlich 55 Millionen Franken zur Eintreibung der Radio und TV Gebühren verwendet.

Politisches. Und scheinbar ist Kollege S.B. nicht der Einzige welcher sich an der Billag stösst. Mittlerweile wohl der ganzen Schweiz bekannt ist die „Bye Bye Billag“ Kampagne. Schade nur, das man trotz intensivem rumklicken auf der Bye Bye Billag Website nich herausfinden kann wer oder was hinter der Initiative steckt. Wer die Initiative unterstützen möchte, meldet sich dann wohl am besten bei der Emailadresse: info@byebyebillag.ch.

Ob die Initiative zu Stande kommt, wage ich zu bezweifeln. Denn der Sprung raus aus dem Internet und rauf auf die Strasse mit reellen Unterschriften dürfte mehr als harzig werden. Erschwerend kommt hinzu, das die Zeit läuft – nein die Zeit rennt.

Je länger die Initianten von „Bye Bye Billag“ mit der Initiative zuwarten, desto mehr verliert sie den Drive in der Bevölkerung. Je mehr Zeit ins Lande streicht desto weniger wird die Berichterstattung durch die Medien und desto mehr vergisst das Volk die Initiative gegen die Billag. Und desto weniger Chancen wird das Begehren haben da 100’000 Unterschriften ein immer noch hohes Ziel sind. Ich begreiffe daher nicht, was die Initianten noch lange rumwurschteln. Es muss jetzt gehandelt werden!

Bürgerfrust. Auch die anderen Bürger – nebst Kollege S.B. – melden sich bei diversen online Ausgaben der Zeitungen zu Wort. Beeindruckt hat mich dabei die rege Teilnahme bei 20minuten online. Dort haben sich in 5 Tagen 449 Personen über die Billag aufgeregt und ihren Frust abgelassen.

Billag und das Geld. Eine Problematik beim Thema Billag finde ich auch die schon fast dekadent wirkende Werbeoffensive welche die Billag durchführt. Mir ist bewusst, das Werben für die Gebühren zum Auftrag der Billag gehört. Aber die Marketingabteilung der Billag hat wohl ein bisschen zuviel Budget und ein paar kleine Könige. Wie sonst lässt sich rechtfertigen, das man pro Jahr mehrere Millionen Franken in Werbung investiert? Es würde auch mit einem Bruchteil des Geldes gehen.

SRG SSR Idée Suisse. Ich für meine Person stelle sowieso die ganze SRG SSR Idée Suisse in Frage und nicht nur die Billag. Die Billag ist die logische Konsequenz eines misswirtschaftenden und unberechtigten Zwangskonzernes SRG. Die SRG müsse einen „Service Public“ erfüllen. Für mich ist dieser weit weg von dem was eigentlich über die staatlichen Sender verbreitet wird. Ich muss nur einige Schlagwörter aufzählen um die Unfähigkeit vom (Zum Beispiel) Schweizer Fernsehen zu veranschaulichen: Music Star und dessen Quote. Deal or no Deal und dessen Quote. Das einzig mehr oder weniger brauchbare sind die Nachrichtensendungen auf SF1 und der Wiederholungskanal SFinfo.

Obwohl ich meine tägliche Nachrichtenportion mehrheitlich bei N24 oder n-tv beziehe sind die Nachrichtensendungen auf SF relativ gut gemacht. Obwohl mir bei der Tagesschau Hauptausgabe immer mehr die nationalen Beiträge fehlen. Dafür berichtet die Tagesschau lieber darüber wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Mein Fazit aus der ganzen Misere:

SRG SSR Idée Suisse muss so schnell wie möglich (In den nächsten 5 Jahren) privatisiert und vom Bund gelöst werden. Die Billag gehört geköpft und sämtliche Gebühren gestrichen.

Die Schweizer Fernseh- und Radiolandschaft gehört planiert und geteert, damit alle die gleichen Chancen haben. Ein spielender Markt muss entstehen können und Konkurrenz soll die triste Schweizer Medienlandschaft beleben.