DayDeal.ch wurde von der Firma Brack ins Leben gerufen. Sinn und Zeck dieser Website ist es, Elektronikartikel zu einem unglaublichen Schnäppchenpreis zu verkaufen.

Einziger „Haken“: es gibt pro Tag immer nur einen Artikel und diesen nur in einer begrenzten Stükzahl, welche nicht bekanntgegeben wird um die Spannung zu erhöhen.

Gelesen habe ich davon bei bloggingtom, worauf ich auch bei ihm einen Kommentar verfasst habe:

Nadann, lasst uns mal schauen wie lange diese Seite dermassen der Renner bleibt… Ich bezweifle dass Brack damit das grosse Geschäft machen kann. Auch wenns nicht darum geht Restposten abzustossen.

Auf diesen – doch bewusst kritisch gehaltenen – Kommentar reagierte reidan mit einer berechtigten Antwort:

@Tom H.: Warum bezweifelst Du denn das? Auf Basis welcher Begründung? Es ist ja auch ein Versuch auf dem Schweizer Markt. Die Top-Liveshops in USA und Deutschland verdienen sich ein goldenes Näschen. Den US-Pionier woot.com gibts bereits seit fünf Jahren. Der macht heute Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe, ist im Januar 2009 im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr um 28 Prozent gewachsen. Warum soll das Konzept in der Schweiz zum Vornherein zum Scheitern verurteilt sein? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und wenn’s bei einem netten Zusatzverdienst für Brack bleibt, wieso nicht? Ist ja nicht unser einziges Standbein. Wir fangen gerade erst an. Wir lernen. Und wir finden es selber ziemlich spannend, wie sich DayDeal entwickelt. So sehe ich das.

Ich denke nicht das DayDeal.ch in der Schweiz richtig Fuss fassen kann. Ich befürchte mehr, dass das Projekt wie so viele coole und interessante Webprojekte innerhalb des/der ersten Jahr/e im Vergessenheitsnirvana landet.

Wieso. Ok. Die Schweiz ist ein Markt welcher sich mit keinem anderen vergleichen lässt. „Geiz ist Geil“ funktioniert in der Schweiz definitiv nicht. Ok, es gibt Schnäppchenjäger, aber die Menge dieser ist zu klein, um National ein Millionengeschäft zu machen. reidan nennt Vorbilder in den USA welche Milliardenumsätze mit solchen Schnäppchen Seiten erzielen.

Was Reidan aber vergisst: Amis sind Schnäppchenjäger (Wie ich selbst bei meinen USA Reisen erfahren habe), und die USA haben mit 300 Millionen Einwohnern auch das 42 Fache was die Schweiz an Köpfen zählt. Wenn man nun die Schnäppchenjägerquote der Schweiz anschaut, bleibt noch ein spartanischer Rest übrig.

In der Schweiz mussten bereits ganu andere Firmen die Erfolgserwartung ihrer „möglichst Billig“ Kampagnen einstampfen. Sei dies eine Tele2 mit dem wirklich extrem attraktiven Mobilreisplan „Big Deal“ (39 Rappen pro Stunde in alle Mobilnetze), oder ein Projekt Namens „Abraxo“ vor rund 2 Jahren welches Handwerker zum billigpreis versteigern wollte (ähnlich MyHammer.de). Einzig Migros schaffte es mit seinem M-Budget eine Art Kultmarke aus der Taufe zu heben.

DayDeal.ch ist in meinen Augen ein kurzfristiger Hype dem vor allem die Aufmerksamkeit der Blogger und Internetszene „erlegen“ ist. Was die Erwartungen von Brack an die Website sind, lässt sich nur schwer erahnen.

Immerhin sind die Aufwendungen wohl eher spartanisch, da die ganze Logistick, Einkauf, etc bereits vorhanden ist und nicht neu definiert werden muss. Somit ist DayDeal ein netter Versuch welcher ohne grosse finanzielle Konsequenzen wieder eingestampft wird, sollte das Konzept nicht funktionieren.

Und genau da ist der Haken für DayDeal selbst. Wenns nicht läuft, tuts niemandem wirklich weh, wenn man es einmotten will. Würden hingegen riesen Initialkosten dahinter stecken würde es sich Brack rauf und runter überlegen wie er das Projekt noch einmal pushen könnte.

Aber genug der schlechten Provezeihungen. Ich hoffe für jedes Internetprojekt das es gut kommt, und deshalb möchte ich hier noch einmal auf www.daydeal.ch hinweisen!