Wenn es auf dieser Welt wirklich einen Gott gibt, muss der mich hassen – wie die Pest! Ich habe wirklich gehofft, dass der Wahnsinn mit den Krankenkassen erst im Frühling losgeht – vieleicht hat das warme Wetter der letzter Woche die Vertreter bereits rausgelockt.
Heute habe ich per Facebook (!) eine Nachricht von einer ehemaligen Schulkollegin erhalten:

Sali,
Ich mache jo im Moment en Witerbildig ide Finanzdienstleistig und jetzt sind mir do einigi wichtigi Sache ufgfalle, vo dene chöntsch sicher au Du profitiere. Da ich leider Dini Nummere nid han, hani denkt ich schrieb Dir mol im Facebook. Mir schaffed in erster Linie ide Berotig, dh. mer Beratet Lüt in Sache Krankekasse und Altersvorsorg. Falls intresse hesch, chasch mer jo schriebe (wenn möglich d Nummere grad mitschicke), damit mer mol chönd en Termin veriibare, damit ich Dir das chan ufzeige. Ich denke jede isch froh, wenn er bezeli Geld chan ispare und das chamer uf all Fäll, wenn mer bide rechtige Krankekasse isch. Das ganze isch Kostelos und Unverbindlich.
Beste Dank im vorus.

Ich will nicht. Ich will nicht. Ich will nicht. Der Werbespruch ist doch immer der selbe, egal ob per Facebook, Telefon oder Strassenaktionen. „Persönliche Beratung, kostenlos, unverbindlich, Geld einsparen, etc“. Die Suche ist klar – junge Männer – gute Risiken. Das Schweizer Volk sollte sich mal ein Jahr querstellen – niemand soll die Krankenkasse wechseln – egal wie viel man „sparen“ kann, vieleicht hört der Humbug dann auf, und das Geld für Marketing, wird wieder den Versicherten durch günstigere Prämien zurückerstattet – leider auch eine unrealistische Vorstellung.
Der Ruf nach einer Einheitskasse wird für mich immer stärker. Eine einzelne staatliche Kasse, meiner Meinung nach mit einem Lohnabhängigem Beitragssystem. Kosteneinsparungen, gibt es nicht nur in der Verwaltung sondern im Marketing! Warum sich das Schweizer Volk so dagegen wehrt, wird für mich immer unerklärlich bleiben.