Einst wollte er die «BaZ». Er hat sie gekriegt! Einst wollte er das «Läckerli-Huus». Er hat es gekriegt (wenn auch nur indirekt)! Jetzt wollte er die «Basellandschaftliche Zeitung». Er hat sie NICHT gekriegt. Der Medien-Scheich greift sich offensichtlich alles, was er in die Krallen bekommt, um seinen Traum des «Scheichtums Schweiz von Blochers Gnaden» zu verwirklichen!

Christoph Blocher ist offensichtlich nicht zu stoppen. In den verschiedensten Medien hat er seine Finger schon drin. Das Aushängeschild schlechthin ist die «Weltwoche», die schon länger von seinem Lakai Roger Köppel «geführt» wird. Seit rund einem Jahr ist öffentlich und offiziell, dass Christoph Blocher der Besitzer der «BaZ» ist.

Inzwischen sind auch die Transaktionen rund um die drohende Zerschlagung des Konzerns ziemlich offenkundig. So dürfte die Druckerei der «Basler Zeitung Medien» (BZM) wohl noch in diesem Jahr zu Kleinholz gemacht werden. Ein frappierender Stellenumbau ist aber auch im Bereich der Redaktion offenkundig. Denn verschiedentlich suchte die BZM per Stelleninserat «Praktikantinnen» und «Praktikanten» für die Bereiche Redaktion und Fotografie. Ein Scharlatan, der meint, dass es dabei um «Nachwuchsförderung» geht. Ziel dieser durchsichtigen Strategie ist einzig eine gigantische Gesundschrumpfung. Stellt sich nur die Frage, wie lange die Schrumpfung «gesund» bleibt – oder anders gefragt, wann aus der Schrumpfung die Liquidation wird…
Gemäss einer Meldung im «Blick am Abend» vom 19. Dezember 2012 soll Blocher nun auch versucht haben, sich die «BZ Basel» untern Nagel zu reissen! Zumindest lässt dies der «Sonntag»-Journalist Christof Moser am Weihnachtsessen der «az-medien» verlauten.

Es ist demnach offensichtlich: Der Milliardär und Rechtspopulist will die Oberhoheit in der schweizerischen Medienlandschaft. Und er geht da durchaus strategisch vor. Unter seinen Einflussbereich fällt bereits – wenn auch nicht so offensichtlich – die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ). Dass die Weltwoche unter Strohmann Roger Köppel zum rein ideologisch ausgerichteten Blatt verkommen ist, steht schon lange fest. Finanz-strategische Allianzen sind auch zwischen dem «Imperium Blocher» und dem «Zürcher Tagesanzeiger» bekannt.

Mit der «BaZ» hat er sich auch ein beachtliches Standbein am Jura-Nordfuss geschaffen. Eine Übernahme der «BZ Basel» hätte zur Komplettierung seines Machtmonopols in der deutschsprachigen Medienlandschaft der Schweiz geführt, gehört doch die «BZ Basel» zu den «az-medien», welche mit ihren Kopfblättern und Regionalsplittings praktisch das gesamte Mittelland abdecken.

Diese Machtkonzentration ist gefährlich. Die Pluralität der Meinungen steht zur Disposition – und damit auch die politische Unabhängigkeit des Souveräns.
Keine angenehme Perspektive in Anbetracht einer Globalisierung, die den Menschen schon viel Orientierungsschwierigkeiten bringt.