So könnte es gehen: Bundesrat Maurer, einstig sehr erfolgreicher Parteipräsident der SVP wird nun zum Prellbock der SVP. Sozusagen von 100 auf 0 mit 122 Stimmen.
20minuten online schreibt heute:

Der frisch gewählte Bundesrat Ueli Maurer glaubt, dass es zu Interessenskonflikten mit seiner Partei kommen wird.

Aber garantiert wird es zu solchen Konflikten kommen. Oder Ueli Maurer, tschuldigung, Bundesrat Ueli Maurer hält sich nicht an seine Beteuerungen an das Kollegialitätsprinzip. Dann ist er sowieso abgeschrieben. Und zwar für mehr als nur die SVP Fraktion.
20minuten schreibt weiter:

Toni Brunner fordert derweil bereits einen zweiten Bundesrat.

Soll doch ersteinmal der jetzige SVP Bundesrat beweisen, dass er sich an die Regeln dieser Behörde halten kann. Die SVP ihrerseits muss beweisen, dass sie ihren Stil dem unter der Bundeshauskuppel gerngesehenen anpassen kann.

CVP Präsident und Nationalrat Christophe Darbellay erklärt auf 20minuten online:

Das knappe Resultat zeige, dass sich das Parlament nicht erpressen lasse, erklärt CVP-Präsident Christophe Darbellay. «Maurer ist zum Erfolg verpflichtet», denkt er.

Doch, die Fraktionen liessen sich erpressen. Die meisten Parlamentarier haben festgestellt, dass eine SVP in der „Opposition“ nicht wirklich ein Mehrwert für das Land ist. Zwar fiel das Resultat enorm knapp aus, es hätte auch anders ausgehen können, jedoch wäre so oder so ein SVP Bundesrat gewählt worden. Dieser hätte dann die Wahl nicht angetreten (oder antreten dürfen) und das Theater im Bundeshaus wäre wieder neu gestartet. Die Erpressung wird mit dem Gedanken an einen halben Volksaufstand untermauert welcher eingetreten wäre, hätte die SVP einen nicht gewollten Bundesrat aus der Partei ausgeschlossen.
Last but not least äussert sich auch der SVP Präsident Toni Brunner:

Wir sind zurück in der Verantwortung», freut sich SVP-Präsident Toni Brunner. Er fordert aber bereits einen weiteren Bundesrat für die SVP.

Gibt man ihm den kleinen Finger damit er und die SVP beweisen können, dass sie der Regierung würdig sind, will er gleich den ganzen Arm. Meine Empfehlung an die SVP und Toni Brunner ist, dass sie zuersteinmal beweisen sollen dass sie sich von ihrem „Oppositionskurs“ trennen können und im grossen „Eile mit Weile“ in Bern nach den Regeln spielen.