Das Rheinschwimmen in Eglisau: Ein Bild des Grauens, der Unfähigkeit und der Verantwortungslosigkeit.

Heute war das Rheinschwimmen der Schule Eglisau. Bei schönstem Wetter bewiesen die Organisatoren ein glückliches Händchen für alles, was in die Hosen gehen kann. Obwohl die Lehrer die Kinder in der Schule unter Druck setzten und darauf pochten das jeder eine viertel Stunde vor dem Start vor Ort sein muss, hatte der Anlass mindestens 30 Minuten Verspätung.

Eigentlich nicht schlimm, wäre der Anlass nicht an einem Samstag und obligatorisch für alle Schulkinder. Familien die noch weiterziehen an diesem Samstag, so wie wir, waren einmal mehr aufgeschmissen und mussten das ganze Samstagsprogramm umstellen.

Dann hatte das Rheinschwimmen in Eglisau auch noch gravierende, gar lebensgefährliche Missstände. Ich betone hier noch einmal, dass das Rheinschwimmen der Schule Eglisau für alle Schulkinder ab der 2. Klasse obligatorisch ist und man nicht einmal einen Jokertag beziehen darf. So zwingt die Schule Eglisau auch Kinder in den Rhein zu springen, welche gar nicht schwimmen können. So soff beinahe ein Migrantenmädchen ab. Zwar war ein „Rettungsdienst“ auf Booten in der Nähe der Kinder, dieser zögerte aber kostbare Sekunden, bis der Helfer ins Wasser sprang um das Mädchen zu retten. Dies war übrigens einer von zwei Vorfällen in den 30 Minuten in denen ich am Ufer stand und zugeschaut habe. Da frage ich mich: haben die vom „Rettungsdienst“ das Lebensrettungsbrevet der SLRG?

Es kommt noch besser. Die Organisatoren des Rheinschwimmens Eglisau banden den Schulkindern konventionelle Stoff-Startnummern um. Mit Bändern um Bauch und Hals. So mussten die Kinder ins Wasser. Auch da: Verantwortung? Nicht die Spur. Liebe Lehrerinnen und Lehrer der Schule Eglisau: schreibt nächstes Jahr die Startnummer entweder auf die Badekappe oder mit einem Edding auf die Schulter der Kinder. So wird es überall, bei allen Schwimmanlässen gemacht, nur halt in Eglisau nicht. Dort nimmt man es lieber in Kauf, das die Kinder absauffen oder sich an der Startnummer strangulieren.

So nicht, Schule Eglisau! Wenn ihr die Kinder schon unter Zwang in den Rhein springen lässt, so müsst ihr auch sicherstellen dass die Kinder schwimmen können. Als ich zur Schule ging, hatten wir Schwimmunterricht und erlernten das Schwimmen. Was die Schule Eglisau beim Rheinschwimmen sprichwörtlich vom Stapel lässt ist unter aller Sau, gefährlich und hochgradig verantwortungslos.