Roadtrain und Kuh = tote Kuh 😉

So haben wir mit unserem Camper von „Maui“ wirklich Pech. Die sackteure Kiste (5-stelliger CHF Betrag) ist nicht nur dreckig, siffig und schmuddelig wie Sau, sondern auch überall kaputt. Unsere Mängelliste umfasst mittlerweile 13 Punkte von groben Mängeln.

Die kleinen, die zählen wir gar nicht. Wir wollen schliesslich Ferien machen. Immer wieder finden wir etwas das kaputt ist und zuerst repariert werden muss, bevor man es benutzen kann.

Aufgrund dessen führte ich für mindestens 200 Franken Telefongespräche in die Schweiz und zu unserem Vermieter. Gebracht hat es nicht viel. Die erste Antwort von der Kuoni Hotline war: „was soll ich tun? Ins Flugzeug steigen und das Auto reparieren kommen?

Rufen sie selbst bei Maui an“.  Kuoni ist definitiv nicht mehr das, was es mal war. Ich hoffe aber schwer, dass sie nach unserer Reise wenigstens einen stattlichen Betrag für die Schrottkarre springen lassen um wenigstens die Ferienkasse im Nachhinein etwas zu entlasten.

Aber wie es sich bisher abzeichnet scheint Globetrotter hierfür ein offenes Ohr zu haben. Immerhin. Hier mal ein paar Bilder von der Mühle. Als Tip für alle künftigen Australienreisenden: den Camper NICHT bei Maui buchen.

Trotz der widrigen Wohnmobilumstände schafften wir es dennoch in den Kakadu Nationalpark und von dort aus weiter nach Pine Creek.

Nun befinden wir uns etwa 2 Kilometer ausserhalb von Katherine auf einem Campingplatz welcher idyllisch an einem Fluss gelegen ist (in dem es Alligatoren gibt).

Baden ist erlaubt, die Schilder sprechen aber eine eindeutige Sprache. Piktogramme von Alligatoren weisen auf die Gefahr hin und ein Text darunter gibt zu erkennen das zwischen 19:00 Uhr abends und 07:00 Uhr Morgens Jagdzeit für Alligatoren ist und während dieser Zeit das Baden verboten ist. Selber schuld, wer da ins Wasser steigt. Wer es dennoch tut, der verbringt die Nacht dann wenigstens in einem garantiert echten Lacoste-Schlafsack. 😉

Das mit dem Internet ist übrigens so eine Sache. Mobilfunkabdeckung gibt es komischerweise auf jedem Campingplatz, egal wie abgelegen das Teil ist. Offenbar hat jeder Betreiber eine eigene Mobilantenne auf der Reception stehen. Internet ist aber ein rares gut und nur schwer zu finden. Natürlich geht Internet auch via Mobilnetz, ich scheue die Roamingkosten aber zu sehr um es zu benutzen. Einzig wegen dem Wohnmobiltheater habe ich run 1.5 MB an Bildern an Globetrotter (Kuoni) gemailt. Das hat dann wohl schnell 20 Stutz gekostet.

Unsere nächste Station ist noch nicht ganz klar, Fabienne plant gerade die nächsten Etappen während ich vor dem Wohnmobil sitze und diesen Beitrag verfasse. Danach gibt’s Frühstück und einen kleinen Spaziergang rund um den Campingplatz. Übrigens. Wir haben jetzt 08:30 am MORGEN und ein Australier vis-à-vis zündet gerade den BBQ Grill und haut Fleisch drauf. Das ist dann wohl Frühstück auf Australisch…

Australien wäre übrigens auch der Traum für den Freund von Fabiennes Schwester. Als Lastwagenchauffeur würde dieser ab den sogenannten „Road Trains“ wohl tränen in den Augen bekommen.

Fünf Anhänger pro Lastwagen sind da keine Seltenheit und die blutverschmierten Kuhfänger sprechen eine deutliche Sprache zum Bremsverhalten. Auch die im untersten Bild fotografierte Kuh machte wohl Bekanntschaft mit einem dieser Roadtrains.