Schön wäre es würde diese Schlagzeile die Schweizer Zeitungen auf der Titelseite zieren und das Sechseläuten 2009 aufgrund Geldmangels ausfallen. Leider wird es keineswegs so weit kommen. Die Zünfte werden auch dieses Jahr wieder das unnütze und absolut hohle Fest der Geldgeier zum besten geben und ihren Status als „Zünfter“ zur Schau tragen. Angehimmelt vom gemeinen Fussvolk hoch zu Ross durch die Zürcher Gassen gehen um schlussendlich den idiotischen Böögg zu verbrennen. Hat die Stadt Zürich sonst noch was zu bieten als den schnöden Mammon in Zeiten der Krise zu verehren? In der 20 Minuten – Zeitung von heute war zu lesen, das eine Gruppe von Linksaktivisten dazu aufgerufen hat, den Sechesläuten Umzug dieses Jahr zu stören. Ich bin zwar nicht Linksaktivist, finde aber diesen Aufruf extrem Unterstützenswert – so lange dies Gewalt- und Zerstörungsfrei über die Bühne geht. Zumindest sollten gewisse Teilnehmer am Sechseläuten 2009 mit faulen Eiern beschmissen werden. Hier eine Liste für potentielle Zielübungen:

  • Hans Rudolf Merz, seine Zeichens Sponsor und Gönner der UBS. Verschenkt Geld an eine marode Grossbank ohne Regeln aufzustellen
  • Dr. Eugen Haltiner, Präsident der Finma. Die wohl unnötigste und unfähigste Aufsichtsbehörde der Schweiz. Sollte man ihm den Doktortitel nicht besser entziehen? Geht das?
  • Dr. Hans-Ulrich Dörig, Präsident des Verwaltungsrates der Credit Suisse.

O-Ton  „Revolutionäres Bündnis Region Zürich“ welches den Boykott des Sechseläuten 2009 „organisiert“:

Wir wollen nicht zulassen, dass diese Banditen sich auf der Strasse präsentieren können. Drehen wir den Spiess um – Holen wir sie von ihrem hohen Ross! Wir treffen uns am 20. April um 16 Uhr auf der Traminsel beim Bellevue in Zürich, um ihre Parade zu stören!

Den kompletten Aufruf zum Sechseläuten stören gibt es hier zu lesen.