Für unsere Sommerferien planten wir, ein Wohnmobil bei der Firma „Tartaruga Travel Mobils“ in Kleinandelfingen zu mieten. Am vergangenen Samstag waren wir vor Ort und vereinbarten mündlich die Miete. Gestern erhielten wir den schriftliche Vertrag. In den AGB war zu erkennen, das ein Lenker mindestens 2 Jahre im Besitze des Führerausweises sein muss, ansonsten kann er bei tartaruga kein Wohnmobil mieten. Somit scheide ich als Mieter aus da ich meinen „Scheck“ erst im Sommer 2008 machte (1. Anlauf ;-)). Ein 20 Jähriger dürfte demnach bei Tartaruga ein Wohnmobil mieten… Schleierhaft bleibt mir, wieso der 20 Jährige auf Sauftour mit seinen Kumpels bei Tartaruga ein Wohnmobil bekommt, ich jedoch, als 27 jähriger Familienvater mit einer ganz anderen Lebenseinstellung und Zielen, kein Wohnmobil erhalte. Die Begründung von Geschäftsleiter Mario Atz war, das damit die Zahlungssicherheit bei einem Unfall gesichert werde. Er rechnete mir vor: CHF 2000.- wird als Kaution verlangt. Dies entspricht aber nur der Hälfte des eigentlichen Selbstbehaltes von Vollkasko und Haftpflicht zusammen. Er sagte, das er im Falle eines Unfalles schlechte Erfahrungen mit dem Bezahlen der zweiten Selbstbehaltssumme machte und deshalb ein Minimum von 2 Jahren verlange.
Nun, das Risiko das ein 20 jähriger einen Unfall baut ist statistisch um einiges höher als bei einem 27 Jährigen. Und bei solchen Schutzhebeln gegen insolvente Kundschaft kann man sich nur auf statistische Werte stützen. Ebenso höher ist die Wahrscheinlichkeit, das er die CHF 2’000.- zusätzlichem Selbstbehalt nicht aufbringen kann. Stossend ist auch der Umstand, das tartaruga in ihren AGB unter Punkt 6 „Mietzins und Kaution“ den folgenden Satz stehen haben:
<<…Die Kaution beträgt CHF 2’000.- und entspricht dem jeweiligen Selbstbehalt der Vollkasko- und Haftpflichtversicherung.>>
Darauf wurden wir weder beim Gespräch, noch auf der Vorderseite des Vertrages aufmerksam gemacht. << Diese (Anmerkung von mir: mehr oder weniger versteckten) Kosten nimmt man auf sich, wenn man zum Beispiel einen grossen Schaden mit Drittfahrzeugen anrichtet>> sagt Atz am Telefon. << So ein Schaden könne problemlos ~CHF 100’000.- kosten (Anmerkund von mir: Kasko- und Haftpflichtkosten zusammen)>>. Wir waren der Meinung, das es mit CHF 2’000.- Kaution erledigt ist. Dem ist nun gemäss AGB nicht so.
Damit wir dennoch mit dem Tartaruga Wohnmobil in die Ferien können, bot Geschäftsleiter Mario Atz an, die doppelte Kaution zu hinterlegen. Was Herr Atz aber partout nicht begreifen wollte ist, das ich wohl eher den Schaden begleichen würde – rein aus finanzieller sicht – als der 20 jährige fiktive Tartaruga Kunde.
Die andere Lösung wäre, das meine Freundin das Wohnmobil mietet und nur sie damit fahren darf. Ich sehe meine Liebste schon vor mir: Südfrankreich retour… Wo bleibt die Erholung? Stress in seiner höchsten Konzentration.
Mein persönliches Fazit: Ich werde einen Vermieter suchen, welcher weniger Willkür in seinen AGB walten lässt. Herr Atz meinte am Telefon von sich aus <<dass ich mich wohl Diskriminiert fühle…>> was er auch im gewissen Sinne verstehe. Selbstverständlich habe ich der Firma Tartaruga meine Enttäuschung in Form einer anständigen Email kundgetan.