Viel will ich dazu nicht sagen. Richtig ist es auf jeden Fall, das Roman Polanski verhaftet wurde.

Roman Polanski
Jedem von uns wäre es gleich gegangen. Und nur, weil jemand berühmt ist, heisst dies noch lange nicht das er sich gegen das Gesetz wenden darf. Vor dem Gesetze sind alle gleich. Auch ein Roman Polanski. Und gerade für das was er getan – und gestanden – hat, soll er richtig lange hinter Gitter. Er hat wohl eines der schlimmsten Verbrechen getan welches ich mir als Vater vorstellen kann. Ein Mädchen von 13 Jahren verführt und vergewaltigt. Dafür gehört Polanski kastriert und lebenslänglich hinter Gitter gebracht. Immerhin winken ihm in den USA rund 13 Jahre Haft.
Dass nun irgendwelche Filmheinis die Freilassung von Polanski fordern zeigt einmal mehr, wie wenig diese Leute die Rechtsstaatlichkeit schätzen. Selbst eine Tat wie die von Polanski schreckt diese Leute nicht davon ab, eine Amnestie zu fordern. Und dies nur, weil er ein Genie in seiner Sache ist, dem Regie führen.
Zum Thema list man verschiedenes. Manche die es gut finden, das Polanski verhaftet wurde (hier, da dort und da), schreiben mal ausführlich, mal sehr knapp darüber. Dann gibt es aber noch die andere Seite, wie dieser Blog andeutet. Die Seite, welche die Tat von Polanski verharmlosen, ja, von einem alten und wehrlosen Mann sprechen. Ist das noch normal?
Noch unverständlicher reagieren die Leute vom Zürich Film Festival (ZFF) auf 20minuten.ch auf die Verhaftung:
Nadja Schildknecht, Co-Leiterin ZFF: «Von der geplanten Verhaftung hatte die Festivalleitung zu keinem Zeitpunkt Kenntnis. Es bestand nie Anlass zur Sorge. Roman Polanski ist schon oft ungehindert in die Schweiz eingereist. Wir sind schockiert.»
Martin Rapold, Schauspieler: «Das stinkt nach einem Deal, mit dem sich die Schweiz von der UBS-Affäre rehabilitieren will. Man hat hier nicht nur einen Regisseur oder ein Festival, sondern ein ganzes Land ins offene Messer rennen lassen.»
Christian Frei, Regisseur: «Ich schäme mich in diesem Moment, Schweizer Bürger zu sein. Die Schweiz spielt eine ganz traurige Rolle in einer amerikanischen Justiz-Posse und hat dabei das Zurich Film Festival desavouiert.»
Jimie Blue Ochsenknecht setzt noch einen drauf und fordert mit einer Bildkampagne die Freilassung von Polanski. Was der Jüngling von Papa Ochsenknecht wohl noch nicht ganz begriffen hat, ist die Rechtsstaatlichkeit in der Schweiz. Aber das wird auch er noch irgendwann lernen.
Jimie Blue Ochsenknecht fordert Freilassung von Roman Polanski