Er oder sie agiert unter dem Pseudonym Ari Sloterdijk und gibt sich als pensionierten Journalisten aus, der in Holland wohnt. Seine Texte erstaunen und verwundern eine unbekannte Anzahl Baslerinnen und Basler, die regelmässig mit unglaublichen Geschichten über Basler Persönlichkeiten per Mail bedient werden.
Sex, Drugs `n Crime sind Hauptzutaten der Berichte. An Verschwörungen, Betrug, Verschleierungen und dunklen Vergangenheiten fehlt es ebenfalls nicht.
Schreibstil und Wortwahl lassen den Eindruck zurück, dass es sich um eine ältere Person handelt. Eine umtriebige Person mit Hackerkenntnissen oder einem Mitwirkenden mit Hackerkenntnissen.
Die Berichte des Ari Sloterdijk werden ab e-mail accounts versendet, die allesamt deutschen Firmen, Kirchen und Vereinen gehören. Jeder Account wird nur einmal benutzt. Nicht alle „Absender“ dürften bemerkt haben, dass sie Opfer eines Trojaners wurden. Eines Trojaners, der über einen brasilianischen Server eingeschleust wird.
Der Absender, der einen Banker namentlich des Kokainhandels bezichtigt, einen Regierungsrat und dessen Gattin in den Dunst– und Wirkungskreis eines bekannten Betrügerpaares schreibt und detailreich von dunkelgrauen Machenschaften im Zusammenhang mit Erbschaften unter Basler Familien hugenottischer Abstammung berichtet, um nur einige seiner Geschichten anzudeuten. Der aufwändig unerkannt bleiben wollende Absender bezeichnet es als „Recherchen“.
Warum macht mich dieser geheimnisvolle Anonyme nur so neugierig?
Ist es, weil ich verstehen möchte, was einen Menschen zu diesem erheblichen Aufwand bewegt? Die Texte sind teils sehr umfangreich und die Vertriebswege reichlich verschlungen.
Ist er einfach ein Verrückter?
Ein paranoider Hyperaktiver?
Ist es jemand, der sich an der Basler Gesellschaft rächen will?
Wohin führt ihn sein Kriegspfad und was treibt ihn an?
Wer sind die EmpfängerInnen seiner Schauergeschichten und nach welchen Kriterien stellte er seine Versandliste zusammen?
Hinweise auf „Ari Sloterdijk“ nehme ich sehr gerne entgegen!